Der fachliche Hintergrund

Wo liegt das Problem?

Die Baustellenverordnung wird oft als Fremdkörper im Baugeschehen wahrgenommen, der additiv bestehende Regelungen und Abläufe hinzugefügt wurden. Es fand keine konzeptionelle Integration in gesetzliche Regelungen, in die betrieblichen Abläufe der Unternehmen sowie in die branchenüblichen Vertragsbeziehungen und Abläufe zwischen den am Bau Beteiligten statt.

Dies sind Ergebnisse der Untersuchung "Umsetzung der Baustellenverordnung bei ausgewählten Bauvorhaben", die von den Projektpartnern 2003 bis 2005 durchgeführt wurde.

Es fehlen Instrumente und beispielhafte Lösungen für eine wirksame Koordination und eine Integration in Planungs- und Bauprozesse, beispielsweise für die SiGe-Planung und vertragliche Regelungen. Außerdem fehlen Qualitätsleitbilder für die Koordination und das Bauen. Die Kommunikation und Kooperation des Koordinators nach Baustellenverordnung und all derjenigen, die am Planungs- und Bauprozess beteiligt sind, muss verbessert werden.

Verbesserungen in der Umsetzung der Baustellenverordnung sind nur durch Berücksichtigung und Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Koordination möglich. Die Verdeutlichung von Nutzen und Potentialen von Planung sowie von Kommunikation und Kooperation der am Bau Beteiligten und der Einbeziehung der Nutzungsphase in Entscheidungen sind Schlüssel für eine größere Akzeptanz und Effizienz der Koordination.

Dies ist auch Schwerpunkt der Aktivitäten der Initiative Neue Qualität des Bauens – INQA-Bauen und des von der Bundesregierung angestoßenen Prozesses "Leitbild Bauwirtschaft". Das Leitbild Koordination nach Baustellenverordnung konkretisiert das Leitbild Bau der deutschen Bauwirtschaft und unterstützt die Ziele, die Qualität des Bauens, Partnerschaft und Fairness zu fördern und damit das Image der Baubranche nachhaltig zu verbessern.

"Gute Praxisbeispiele"

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